Welche Orte heißen Hegewald?

Und wo auf der Welt sind sie.

Ausflugsort Hegewald



Hegewald ein Ausflugslokal am Goldapgarsee (Waldhaus, Försterei und angeschlossene Jugendherberge) bei Angermund in ehemals Ostpreußen. 1941-19445 diente dieses Haus als Unterkunft für die Mitarbeiter der in einem Waldstück bei Possessern an der Straße von Lötzen nach Angerburg angelegten Bunkeranlagen, die SS-Führer Heinrich Himmler als Feldquartier nutzte. Diese Anlage war Teil der Wolfsschanze, dem Führerhauptquartier.

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Hegewald war auch ein Besitztum des Deutschen Ritterordens an der Baltischen See in ehemals Westpreußen


Hegewald ist ein Dorf bei Neustadt an der Tafelfichte (Bezirk Friedland im früheren Sudentenland), heute in Tschechien. Gegründet 1584, zwischen 1850 und 1945 mit bekannter Porzellanfabrik Adolf Persch.

Eine zeitgenössische Beschreibung von Johann Gottfried Sommer: Das Königreich Böhmen;statistisch-topographisch dargestellt. II. Band 1834: Hegewald, ¼ Stunde nordwestlich von Neustädtel, früher ein einschichtiger Maierhof, von welchem ein Theil der Gründe im Jahr 1787 vertheilt wurde, und auf welchen das Dörfchen, auch die Neuhäuser genannt, entstand, hat 37 Häuser mit 175 Einwohnern. Hier befindet sich 1 herrschaftlicher Maierhof, 1 Jägerhaus, 1 Mühle und 1 Leinwandbleiche.
Grußkarten aus Hegewald (heute Hajniste):
  • Ansicht Hegewald, Kirchhof, Schule, Porzellan Fabrik Persch
  • Ansicht Hegewald, Kirchhof, Schule, Porzellan Fabrik Persch
  • Porzellanfabrik Persch
  • Bahnhof und Gasthaus zur Bahn
  • Bahnhof von Hegewald
  • Gasthaus zur Bahn
  • Gasthaus zum Grünen Wald
  • Volksschule / Gasthof Kaiser v. Österreich / Henke's Gasthaus / Schäfer's Restaurant
  • Gasthof Kaiser von Österreich
  • Clamscher Hof und Elstnens Gasthaus

Quellen: Postkarte 1-9 www.frydlantsko.com, Postkarte 10: ebay

...mehr über Hegewald auf Wikipedia  |  Geschichte der Drechslerei Hanisch in Hegewald




Hegewald, Soldatenfriedhof in der Ukraine

Bericht über Prinz Ludwig Ferdinand Otto Ludolf zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg, der 1943 in der Ukraine fiel:

Die Gefallenen wurden zusammen mit mehreren Kameraden unter militärischen Ehren auf dem deutschen Heldenfriedhof "Hegewald" (ca. zwei Kilometer südlich Shitomir) mit militärischen Ehren in der russischen Erde zur Ruhe gebettet. Es gelang mir nach monatelanger Forschungsarbeit mit Hilfe ehemaliger Kameraden des Prinzen anhand von Ortsbeschreibungen den Friedhof in Hegewald auf eine Karte im Maßstab 1:50.000 einzuzeichnen. Sein Sohn Prinz Otto Ludwig hat dann unter Mitwirkung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. den ehemaligen (bis dato unbekannten) Friedhof Hegewald bei Shitomir besucht. Heute befindet er sich in einem Kiefernwald. Um den kleinen Wald herum ist in den vergangenen Jahrzehnten ein bedeutendes Industriegebiet entstanden. Der Friedhof wird heute aufgrund unserer Initiative durch den Volksbund wieder hergerichtet.

Quelle: "www.das-ritterkreuz.de


SS-Führer Himmler mochte wohl den Namen Hegewald, denn nicht nur sein Quartier beim Führerhauptquartier, der Wolfschanze bei Rastenburg in Ostpreußen hieß Hegewald sondern auch das 1942 von Himmler errichtete erste "Volksdeutsche Siedlungsgebiet "Hegewald" im südöstlichen Teil Polens.

Landkarte Reichskommissariat Ukraine

Dazu vertrieb man die polnische Bevölkerung des sogenannten Zamosc-Gebietes und brachte die Bewohner zur Vernichtung nach Auschwitz, um Raum für deutsche Siedler aus der Ukraine (Wolynien Deutsche) zu schaffen.

...mehr siehe Wikipedia: Siedlungsgebiet Hegewald

Buch über den Holocaust in der Ukraine von Wendy Lower


Und Hegewald war auch der Name einer SS-Wach-Kompanie.



Hegewald seit 1998 ein deutscher Kriegsgräberfriedhof ca. 2 km südlich Shitomir (Ukraine) mit Massengräbern von Wehrmachtsangehörigen, in dem wahrscheinlich auch viele SS-Truppen begraben liegen. Denn hier befand sich im Krieg das Feldhauptquartier von Himmlers Reichsführer-SS (siehe hier Innenansicht und Details).

...mehr siehe Webseite von Martin Ambrosius über die Feldkommandostelle.

Aus Himmlers Dienstkalender weiss man, dass im September 1942 in "Hegewald" eine Art Paralleltagung zur Wannsee-Konferenz stattfand, die jedoch nicht die Juden allein betraf, sondern die Kolonisation im Osten allgemein, mit den notwendigen Vertreibungen bzw. Massenmorden an unerwünschten Slawen.


Die menschenverachtende Vorgehensweise wurde nicht nur außerhalb Deutschlands, sondern auch bei der eigenen Bevölkerung, durchgezogen: davon zeugt der erschütternde Lebenslauf von Frieda Hegewald aus Sachsen